9. Februar 2011

Italienische Mandelkekse

Hallo ihr Lieben,

blauer Himmel und Sonnenschein - der Frühling scheint heute wieder etwas näher zu sein. Waren die letzten Tage doch grau in grau und wahnsinnig stürmisch. Ich dachte schon unser Dach fliegt bald weg ;)

Seit drei Jahren hat das folgende Rezept der italienischen Mandelkekse (auch bekannt als "Cantuccini") nun in meiner Rezeptesammlung auf seinen großen Auftritt gewartet - gestern war es dann endlich soweit! Erstaunlich einfach und schnell gemacht, sind sie sowohl für den persönlichen Verzehr zu Tee, Kaffee oder Espresso als auch hübsch verpackt als Geschenk eine gute Wahl! Das Rezept ist aus der ELLE Bistro 1/2008.




CANTUCCINI (Italienische Mandelkekse)
125 Gramm weiße Mandelkerne
2 Eier
3 Tropfen Bittermandelöl
140 Gramm Zucker
1 Teelöffel Backpulver
1 Messerspitze Salz
1 Vanilleschote

Die Mandeln in einer Pfanne ohne Zugabe von Fett einige Minuten rösten, bis sie duften und zart Farbe annehmen. Anschließend mit einem Messer grob zerhacken.

 
Den Ofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eier und Zucker weiß-schaumig rühren. Bittermandelöl und das ausgekratzte Vanillemark unterrühren.

In einer zweiten Schale Mehl und Backpulver und Salz mischen und die Mischung zu der Eiercreme sieben. Alles gut verrühren und die gehackten Mandelkerne hinzugeben.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig halbieren. Jeweils zu einem Strang formen und mit ausreichend Abstand wie zwei kleine Baguette nebeneinander auf das Backblech legen. Etwas flachdrücken.

Etwa 20 Minuten backen, bis die Mandelbrote zart gebräunt sind. Aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen, dann in gut 1cm dicke Scheiben schneiden.
Vollständig auskühlen lassen.


Nächstes Mal würde ich meine noch ein wenig länger drin lassen, da sie bei mir noch recht hell sind. So hart wie man sie kennt, sind sie auch noch nicht, doch ich denke das kommt wenn sie noch ein wenig liegen.




Die ausgekratzte Vanilleschote habe ich kleingeschnitten und in unser Zuckerglas getan - schon heute nach einem Tag riecht dieser ganz toll und man schmeckt ein leichtes Vanillearoma! 
















Ich wünsche euch einen schönen Abend!
Rike

P.S. Noch ein Leser und dann gibt's eine Verlosung bei zuckersüss ... ;)

6. Februar 2011

sweets from down under

G'day mates!

Erst einmal DANKE SCHÖN für die vielen lieben Kommentare zu meinen Posts - ich freue mich wahnsinnig über jeden einzelnen davon und JA, natürlich poste ich das Rezept der Mandelhäppchen noch!
Nun aber zu einer neuen Leckerei: Gestern habe ich zum ersten Mal "Lamingtons" gebacken. Das ist eine Leckerei aus Australien, wo ich vor zehn Jahren (wow, die Zeit rast ...) ein halbes Jahr verbracht habe. Das Rezept ist aus dem Donna Hay "modern classics - süß" Buch. Da die Gute Australierin ist, muss sie ja wissen, wie man die weltbesten Lamingtons macht! Anlass des Backens war die Abschiedsparty einer Freundin von mir, die für drei Monate nach Indonesien und Australien geht. Und da ich gerade kein indonesisches Süssgebäck parat hatte und Lamingtons schon damals ganz lecker fand - here we go :)



Grundlage für die Lamingtons ist ein "Spongecake". Hatte ich auch noch nie zuvor gebacken und schmeckt - wie ich jetzt sagen kann - auch pur, mit Marmelade bestrichen oder mit einer Obstfüllung köstlich!




Zutaten Spongecake
170g Mehl
6 Eier
170g feiner Zucker
60g Butter, geschmolzen

Zusätzliche Zutaten Lamingtons
375g Puderzucker
35g Kakaopulver (Backkakao)
80ml kochendes Wasser
75g Butter, geschmolzen
200g Kokosraspeln

Und so gelingt's:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Das Mehl 3x durchsieben und bereithalten. Eier und Zucker in einer Schüssel mit dem Handmixer 8-10 Minuten zu einer dicklichen Creme schlagen. Nebenher die Butter schmelzen. Das Mehl zur Eiercreme sieben und behutsam darunterheben (Tipp: Damit der Kuchen locker und leicht wird, das Mehl mit einem Metalllöffel unter die Eiermasse heben und dabei immer schön Luft in den Teig einarbeiten). Dann die geschmolzene Butter darunterziehen. Eine quadratische Form (Kantenlänge ca. 18cm) fetten und mit Backpapier auslegen. Den Teig in die Form geben und etwa 25 Minuten backen, bis er auf Druck leicht nachgibt. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und danach in 5x5 cm große Quadrate schneiden. (Bis hierhin die Zubereitung des Spongecakes, für alle die nur diesen backen möchten.)

Dann 375g Puderzucker und 35g Kakaopulver in eine Schüssel sieben und mit 80 ml kochendem Wasser und 75 g geschmolzener Butter vermischen. Die Masse sollte dabei nicht zu zäh sein, da man sie sonst schlecht auf dem Teig verteilen kann. Bei Bedarf einfach noch etwas kochendes Wasser hinzugeben. Die Kuchenquadrate in der Glasur und anschließend in den Kokosraspeln wälzen. Ergibt ca. 9 - 12 Stück.

Das "in der Glasur wälzen" gestaltete sich bei mir als etwas schwierig (wahnsinniger Schmierkram!), deshalb habe ich die Stücke in die Hand genommen und nach und nach die Seiten mit Schokolade bestrichen und dann in den Kokosraspeln gewälzt.


Wirklich lecker und mal etwas ganz anderes, was man hier in Deutschland so gar nicht kennt. Da die Produktion durch die interne Qualitätssicherung (meinem Schatz) für köstlich befunden wurde, gebe ich euch das Rezept gern weiter ... unbedingt mal backen!

In diesem Sinne: Enjoy your meal and see ya soon!

Rike

4. Februar 2011

Mandelhäppchen gegen schlechtes Wetter

Hallo ihr Lieben,
gegen das trostlose Wetter draußen hilft eigentlich nichts anderes, als sich gemütlich mit einer warmen Tasse Tee, einer dicken Kuscheldecke und einer süßen Kleinigkeit aufs Sofa zu setzen und darauf zu warten, dass die grauen Wolken vorüberziehen, oder?
Bei uns stürmt und regnet es wie aus Kübeln und ich mag gar nicht daran denken, dass ich gleich vor die Tür muss... da wird mir jetzt schon kalt! Gestern habe ich in meiner "Backstube" Mandelhäppchen (Mandelhörnchen nur in klein) gebacken und diese heute "ausgeliefert". Das ganze Blech war nämlich für den Schatz der lieben Ike von lille blomst gedacht, der diese bei mir in Auftrag gegeben hatte ;)
Die ganze Wohnung hat also gestern bei uns nach warmen Marzipan und Schokolade geduftet und ich hatte schwer mit meinem Schatz zu kämpfen, der die Mandelhäppchen viiiiel lieber für sich gehabt hätte!!










 ... und hier noch ein Foto, auf dem man einen seeehr neugierigen und hungrigen Mitbewohner sieht - unseren Kater Oskar :)




Ich wünsche euch allen einen gemütlichen Start in das Wochenende und hoffe, dass die Sonne ganz bald wieder bei uns ist!

Rike

EDIT: 
Und hier das Rezept zum Nachbacken ...
400g Marzipan-Rohmasse (bitte die Gute nehmen!)
200g Puderzucker
2 Eiweiß
3 Tropfen Bittermandelöl
200g gehobelte Mandeln
200g Zartbitterschokolade

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Marzipan-Rohmasse in der Mikrowelle/im Backofen leicht erwärmen, da sie sich dann besser verarbeiten lässt. Achtung: Das kann wirklich SEHR heiss werden! Die zwei Eiweiße steif schlagen. Das Marzipan dann mit dem gesiebten Puderzucker und dem Aroma verkneten und das steifgeschlagene Eiweiß darunter arbeiten.

Mit zwei Löffeln eine kleine Menge der Marzipanmasse nehmen, in die gehobelten Mandeln fallen lassen und darin wälzen. Je nach Geschmack formen. Anschließend bei 180 Grad auf der zweiten Schiene etwa 12 bis 15 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen und in der Zwischenzeit die Schokolade schmelzen. Die fertigen Häppchen mit einer Seite eintauchen und auf ein Blech mit Alufolie zum Trocknen legen.

Guten Appetit!

2. Februar 2011

"Cake Pops" oder Kuchen-am-Stiel

Juhuuuuuu!!! Ich habe Cake Pops gemacht (zu Deutsch: "Kuchen-Lolli" oder vielleicht "Kuchen am Stiel" oder "Kuchen to go"?) und bin glücklich über das Ergebnis :)


Ich muss zwar zugeben, dass sie besser aussehen, als sie schmecken (noch) - aber an dem Rezept arbeite ich *smile* Oder vielleicht ist das ein Grund, sich das tolle Buch von bakerella zu gönnen...?! :)
Die Füllung ist ein Schokoladenkuchen, außen dann eine dünne Schicht weiße Schokolade und oben drauf ist Zucker, den ich mit lila Lebensmittelfarbe ein wenig eingefärbt habe.
Ich habe schon eine Weile mit der Herstellung geliebäugelt, da ich aber keine Lollistiele gefunden habe, wurde das Ganze immer wieder aufgeschoben. Ich habe zwar in der Zwischenzeit noch keine erstanden, aber gestern wollte ich jetzt endlich mal loslegen und so mußten ganz normale Holzstäbchen herhalten :)
Vielleicht hat ja einer von euch einen Tipp für mich, wo ich schöne Lollistiele kaufen kann?


Ach ja - und dann scheint meine Waage kaputt zu sein. Ich muss mir dringend eine neue kaufen, meine jetzige zeigt nämlich seit 2, 3 Wochen ZUVIEL an ... für meinen Geschmack zumindest. Da kann ja was nicht stimmen. Und an meinem erhöhtem Backwahn kann das nicht liegen ... oder ...??? Hm, ich muss mir wohl eine neue Strategie zulegen! Mein Mitgenießer hat auch schon erwähnt, dass er allein nicht mehr dagegen ankommt. 

Ich wünsche euch einen tollen und zuckersüßen Nachmittag!

Rike

31. Januar 2011

delicious cookies

yum, yum, yum... 

Am Wochenende habe ich mal wieder Kekse gebacken - wer hat überhaupt behauptet, dass man Kekse nur zur Weihnachtszeit essen könne? Kekse gehen doch immer und sind ja auch im Supermarkt kein Saisonprodukt :) Schon beim Backen hat die ganze Wohnung köstlichst geduftet und das Ergebnis ist wirklich lecker!! 


Beim Nachbacken nicht wundern, der Teig ist am Anfang seeehr krümelig, da die meisten "flüssigen Zutaten" erst am Ende hinzugefügt werden. Wie ihr sehen könnt, habe ich zwei Varianten gemacht - die dunklen sind nach dem Rezept unten zubereitet und dann so in den Ofen, die Hellen sind in Puderzucker gewälzt und dann gebacken. Nach dem Backen mindestens vier Stunden auskühlen lassen, dann sind sie erst so richtig aromatisch!
Besonders lecker als Nascherl zu einem Glas Baileys mit Milch und Eiswürfeln *yumyum*


Und weil ich mich momentan sooo sehr über eure lieben Kommentare und meine wachsende Leserschaft freue, gibt es bald eine kleine Verlosung bei mir... Wenn die 50 geknackt sind, gehts los. Was es für Gewinne gibt, bekommt ihr dann zu sehen!

Liebste Grüße,
Rike

29. Januar 2011

Herzhaft & Süß

Gestern Abend hatten wir unsere lieben Nachbarn zum Abendessen bei uns und ich habe ein neues Rezept ausprobiert: Artischocken-Oliven-Zwiebel-Tarte! Wow - lecker, unbedingt auch mal machen! Da ich Artischocken und Oliven liebe, war klar die probiere ich mal aus. Leider haben ich nur Bilder vom "machen", da die Tarte vom Ofen warm direkt in den Bäuchen gelandet ist - hab ich mich hinterher geärgert, die sah nämlich toll aus... Der helle Teig, die goldgelbe Eiermasse mit den grünen & schwarzen Oliven darin, die rote Zwiebeln und der knackige Rucola darauf - traumhaft!

Nun gut - das werde ich wahrscheinlich noch lernen (immer Kamera bereit halten) :) Deshalb müsst ihr euch mit einem "making-of"-Bild begnügen.



200g Mehl
Salz & Pfeffer
100g kalte Butter
4 Eier
1 Dose Artischockenherzen
2 rote Zwiebeln
100ml Milch
100g Schmand
75g schwarze und grüne Oliven
Rucola

Zubereitung
Das Mehl, einen halben Teelöffel Salz, kleine Butterstückchen und 1 Ei zu einem glatten Teig verkneten. Diesen in Frischhaltefolie wickeln und eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
In der Zwischenzeit die Artischocken abtropfen lassen und vierteln. Die roten Zwiebeln schälen und in dünne Spalten schneiden. Danach eine Tarteform (alternativ eine Kuchenform) mit Butter einfetten und mit Mehl ausstäuben. Den Ofen auf 150 Grad (Umluft) vorheizen.

Den Teig aus dem Kühlschrank holen und auf ein wenig Mehl rund ausrollen (ca. 30cm Durchmesser). Milch, Schmand und drei Eier glatt rühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Artischocken, Zwiebeln und die Oliven in der Form verteilen und die Eiermasse darübergießen. Ab in den Backofen und dort 40 bis 55 Minuten backen. Den Rucola waschen, trocken schütten und vor dem Servieren auf der warmen Tarte verteilen.

Warm genießen!

Wusstet ihr, dass die Artischocke 2003 zur "Arzneipflanze des Jahres" gewählt wurde? Diese Auswahl soll die Bedeutung der Pflanzen in der Medizin und im pharmazeutischen Bereich unterstreichen. Außerdem wird Artischocken eine appetitanregende, verdauungsfördernde und cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben.

Zum Naschen beim Weintrinken gab es dann noch ein wenig Schokolade. Die Überreste der geschmolzenen Schokolade der Salzstangen (s. letzter Post) habe ich in eine mit Alufolie ausgelegte Form gegossen und Cranberrys und Pistazienkerne hinein gestreut - auch sehr lecker :)



Ich wünsche euch einen schönen und sonnigen Samstag,
Rike

28. Januar 2011

Wer ist eigentlich Mikado?

Hallo meine Lieben,
strahlendster Sonnenschein - ich fühle mich heute so energiegeladen und glücklich wie lange nicht mehr die letzten Tage! Das schöne Wetter werde ich auch gleich mal für einen Spaziergang an der Kieler Förde ausnutzen, dort glitzert es heute bestimmt besonders schön auf dem Wasser...

Ich liiiiiiebe seit meiner Kindheit die "Mikado-Stäbchen", die kennt ihr bestimmt alle. So ein Paketchen hat bei mir nie lange gehalten (ist ja auch fast nix drin *zwinker*). Deshalb mußte ich dieses Rezept gestern Nachmittag gleich ausprobieren, nachdem ich es auf einem amerikanischen Blog entdeckt habe. Schnell noch zum Supermarkt um die Ecke geflitzt und los gings...





























Das Ergebnis meiner "Salzstangen im Zartbittermandel mit Zuckerstreuseln" kann sich sehen lassen finde ich und hat auch meinem Schatz ein Lächeln ins Gesicht gezaubert :) Mal schauen, was die Nachbarn davon halten, wenn sie heute Abend auf ein Gläschen Wein vorbeikommen! Ein Hingucker ist es auf jeden Fall. Und für Gross und Klein gut geeignet! Wer es nicht so salzig mag, kann das Salz ja vorab abmachen, dann ist es noch etwas neutraler. Das nächste Mal werde ich das Ganze mal mit Salzbrezeln probieren, das sieht bestimmt auch toll aus!








Sonnige Grüße,
Rike